Anbaugebiete der Kokosnuss

By | 21. Mai 2015

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In der Nähe des Äquators, vor allem in tropischen Regionen bei einem feucht warmen Klima, gedeihen die Kokospalmen. Im kältesten Monat herrscht eine Temperatur von 20°C und durchschnittlich im Jahr um die 27°C. Sehr wichtig dabei sind viele Niederschläge. Das vorrangige Anbaugebiet der Kokospalmen befindet sich in Südostasien, danach folgen Südamerika und Afrika. Südostasien deshalb, weil die Kokospalme dort ursprünglich beheimatet ist. Zu den wichtigsten Anbaugebieten gehören Indien, Indonesien, Philippinen, Sri Lanka und Thailand. Die Verbreitung in verschiedene Länder kam durch die Robustheit der Kokosnuss zustande. Da sie sehr robust ist und nicht im Wasser untergeht, konnte sie so leicht von Insel zu Insel treiben und sich dort rasch verbreiten.

INDIEN

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Aus dem „Land der Kokospalmen“ so heißt es übersetzt bei den Einheimischen (Malayalam) aus dem Staat Kerala im Südwesten des Landes, stammen 45 % der Kokosnuss-Ernte aus dem gesamten Indien. Da das Klima größtenteils von Monsunregen bestimmt ist und das ganze Jahr über tropische Temperaturen herrschen, bietet Kerala das ideale Klima zum heranwachsen der Kokospalmen.

INDONESIEN

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Mit einem tropischem Monsunklima und fast 3000 Sonnenstunden im Jahr, gehört auch Indonesien zu den Top Anbaugebieten der Kokospalme. Vorwiegend in Mischkulturen wie dem Zuckerrohr, der Bananenstaude und den Betelnüssen, werden die Kokosplantagen mit angelegt. Die meisten der Plantagen sind biozertifiziert und die Plantagen, bei denen das nicht der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass sie unter Bio-Bedingungen geführt werden. Denn den Insulanern fehlt meistens die finanziellen Mittel um Düngemittel oder sonstige chemische Hilfsmittel zu kaufen. Das getrocknete strahlend weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss, auch Kopra genannt, wird exportiert nach USA, Japan und Europa. Die Kokosfasern werden überwiegend zur Kopra-Trocknung genutzt und verbrannt. Selten dienen diese Kokosfasern indonesischen Produzenten zur Gewinnung von Fasermaterial. Das Kokoswasser benutzen die Insulaner in Trockenzeiten als Trinkwasser.

PHILIPPINEN

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Im Jahr 2010 gehörten die Philippinen zu den weltweit größten Bio Kokosöl-Lieferanten. Bald 330 Millionen Palmen wachsen auf ungefähr einem viertel von den Philippinos bewirtschaftetem Land, welches von ca. 3,5 Millionen Farmern gehegt und gepflegt wird. Viele davon sind Kleinbauern, die sich und ihre Familie mit dieser Arbeit ernähren. Dadurch, dass viele Projekte ins Leben gerufen wurden, was den fairen Handel angeht, verdienen sie nicht schlecht daran.

SRI LANKA

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Sri Lanka ist eine kleine Insel direkt neben der südlichsten Spitze Indiens und früher unter dem Namen Ceylon bekannt. Die Kokosplantagen bestimmen das Bild von Sri Lanka, auch wenn nicht alle ökologisch bewirtschaftet werden. Doch immer mehr stellen von der traditionellen auf die ökologische Bewirtschaftung um und legen eher Mischplantagen statt der früher üblichen Monokulturen.

THAILAND

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Auf der Insel (Koh) Samui findet man die größte Kokos-Plantage Thailands. Monatlich werden mindestens zwei Millionen Kokosfrüchte geerntet und weiterverarbeitet zu Kokosprodukten. Gut 6000 Familien auf der Insel leben vom Kokosnussexport. Die Kokosnuss ist in der thailändischen Küche nicht mehr wegzudenken. Mit Kräutern und Bio Kokosölgemischte Pasten dienen den Einheimischen als Medikament und wird auf Wunden oder auf Körper und in die Haare eingerieben. Sogar eine Inschrift im ältesten Tempel vom Bangkok besagt, dass Kokosöl als Allheilmittel zählt und Zahnschmerzen, sowie auch Gedächtnisverlust heilen kann.